Was ist eine Inkontinenz? Hilfsmittel

Hilfsmittel für Senioren

Von Inkontinenz sind schätzungsweise bis zu 8 Millionen Deutsche betroffen. Die Dunkelziffer dürfte noch viel höher sein, da dieses die Gesundheit sehr beeinträchtigende Leiden immer noch ein Tabuthema ist. Die Betroffenen schweigen oft aus Scham. Dabei gibt es heute wirksame Therapien und Hilfsmittel die den Betroffenen das Leben etwas erleichtern. Es gibt verschiedene Formen der Inkontinenz. Zu unterscheiden ist die Stuhl– und die Harninkontinenz und diese gibt es wiederum in verschiedenen Schweregraden.

 

7892820082 7a810acbc3 Was ist eine Inkontinenz?   Stuhlinkontinenz

Dies ist ein Leiden vorm allem der Senioren. Es gibt verschiedene Grade von unwillkürlichen Abgang von Winden, über Verlust von dünnflüssigem Stuhl bis hin zu komplettem Stuhlinkontinenz. Die Therapie richtet sich nach der Ursache. So muss zunächst die Grunderkrankung festgestellt werden, das können Operationen oder Verletzungen des Enddarmes durch Fissuren oder Hämorrhoiden sein. Auch Medikamente oder andere Allgemeinerkrankungen können mit dem Symptom einhergehen. Manchmal hat die Inkontinenz auch andere Ursachen wie eine Immobilität, das heißt die Betroffenen können die Toilette nicht mehr aufsuchen oder geistige Verwirrtheit, wie Demenz. Nach einer genauen Diagnose durch den Arzt kann die entsprechende Therapie auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Patienten abgestimmt werden. Als Therapiemöglichkeit gibt es zum Beispiel Verhaltenstraining, dabei lernt der Patient, den Stuhl zu einer bestimmten Zeit zu entleeren. Zunächst mit Hilfsmitteln bis sich der Darm an eine Entleerung zu einer bestimmten Zeit gewöhnt hat. Zusätzlich oder falls das Training keinen Erfolg hat gibt es Hilfsmittel wie Vorlagen, Windelhosen oder Analtampons. Solche Hilfsmittel werden auf der Seite http://www.inkontinenz-beratung.org/ gezeigt.

 

Harninkontinenz

Frauen sind weit häufiger betroffen, allein schon wegen der anatomischen Gegebenheiten. Bekannt ist auch die Stressinkontinenz, das bedeutet unwillkürlicher Harnabgang bei Reizen wie Husten, Niesen, Lachen oder schwerem Heben. Besonders betroffen sind Senioren, aber auch Kinder und Menschen jeden Alters können an Inkontinenz leiden. Bei der Dranginkontinenz muss die Toilette sehr häufig aufgesucht werden und es kommt auch zu spontanen Entleerungen. Hier kann ein entspannendes Medikament helfen. Empfohlen wird auch oft eine Beckenbodengymnastik, wenn die Harninkontinenz auf einer Schwäche der Beckenbodenmuskulatur beruht.

 

Ursachen und Vorbeugung

Zu einer solchen Schwäche kann es zum Beispiel durch schwere Geburten oder schweres Heben kommen. Hormonbedingt ist der Beckenboden der Frau durch die anatomischen Gegebenheiten und die Hormone anfälliger. Bei Schwangerschaften kommt es zu einer Auflockerung des Beckens und zusätzlich einer vermehrten Druckbelastung. Allein als Platzgründen ist die Blase nicht mehr so belastbar. Zur Vorbeugung sollte man nicht zu häufig die Blase entleeren, damit der Blasenmuskel trainiert wird und die Blase lernt, den Urin zu halten und zu speichern. Die Hilfsmittel im Falle einer Harninkontinenz sind ähnlich wie bei der Stuhlinkontinenz, wenn auch etwas leichter zu handhaben und unauffälliger.

Psychosozoziale Beeinträchtigungen

Solange die Patienten sich aus Scham nicht trauen, über ihr Leiden mit dem Arzt zu sprechen, kann ein enormer Leidensdruck entstehen. Die Betroffenen ziehen sich immer mehr zurück und ihr Leben wird immer trauriger. Auch die Angehörigen und Freunde sind häufig mit der Situation überfordert. In einer Welt des schönen Scheins wird Leid gerne ausgegrenzt. Auf der Seite http://www.inkontinenz-beratung.org/ findet man viele Informationen rund um das Thema. Das Symptom beschränkt die Lebensqualität und die Teilnahme am Leben sehr. Oft wird darüber geschwiegen und die Betroffenen ziehen sich vom Leben zurück, darunter leidet die Gesundheit dann noch mehr.
Bild von: Sylvain Courant via Compfight

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Inkontinenz ist eine permanente und daher stets große Belastung für die betroffenen Personen. Das gilt besonders für die Schlafphasen. Die ersehnte Ruhe wird durch feuchte Bettwäsche oder nasse Matratze empfindlich gestört. Geeignete Krankenunterlagen helfen, das Wohlbefinden zu sichern.

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